Nach der ersten Mehrseillängentour im Wilden Kaiser im letzten Jahr riefen die Berge uns diesmal in die Schweiz!
Am 14. August waren endlich alle Exen, Kletterfinken und Müsliriegel eingepackt und es konnte losgehen. Motiviert um 5 Uhr am Pendlerparkplatz getroffen, kamen wir schon gegen Mittag in Göschenen an und konnten nach einem relativ sportlichen Aufstieg die schöne Aussicht von der Bergseehütte aus genießen. Direkt am gleichen Tag haben wir die technischen Details einer Mehrseillänge am Übungsfelsen aufgefrischt, damit am folgenden Tag die ersten längeren Touren geklettert werden konnten. Das typisch deftige Schweizer Abendessen in Kombination mit Kartenspielen und dem ausführlichen Studium der Topos machte die Vorbereitung perfekt!
Aufgestanden bei Sonnenaufgang, konnten wir dann die ersten Mehrseillängen klettern. Mit der Sonne im Rücken machte die technisch anspruchsvolle Plattenkletterei an griffigem Granit besonders viel Spaß und wir konnten einige Seillängen abhaken. Statt einer Dusche wartete danach der kühle Bergsee auf uns!
Gleich am nächsten Tag stand die Kür unserer Reise an: die Besteigung des 2819 Meter hohen Bergseeschijen! Ganze 10 Seillängen und 450 Höhenmeter kletterten wir in ca. 5 Stunden und ließen uns selbst von der – für eine Plaisirroute – ziemlich alpinen Absicherung nicht aufhalten. Für mich persönlich war das wirklich eine besondere Erfahrung, die mich auch mental ziemlich herausgefordert hat. Gemäß dem Motto „Wenn du keine Angst hast, machst du was falsch“ (Zitat Ben) machte ich unserem Verein alle Ehre und legte meinen ersten Friend. Wir kletterten in tiefe Nebelschwaden hinein, passierten Gratpassagen und verließen uns auf den ein oder anderen nichtexistenten Tritt. Trotz aller Anstrengungen zauberte uns das Erreichen des Gipfelkreuzes ein echtes Lächeln ins Gesicht. Auch das Gipfelbuch bestätigt: Wir haben es geschafft!
Am letzten Tag ließen wir unsere Reise entspannt mit ein paar Sportklettereien ausklingen, aßen unseren letzten Kuchen auf der Hütte und machten uns nach dem Abstieg auf den Rückweg.
Nach dieser Reise können wir alle nun besser verstehen, warum Ben in die Schweiz ausgewandert ist!
An dieser Stelle danke nochmal für deine motivierte Art und die ganze Organisation dahinter, die das Abenteuer überhaupt ermöglicht hat. Danke auch an alle, die dabei waren – an Christoph, Mareike, Moritz und Björn -, ohne die das Klettern nur halb so viel Spaß gemacht hätte. Wir hatten die beste Zeit und freuen uns schon sehr, nächstes Jahr die nächsten Berge zu erklimmen!








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